Inhalt: Ragöser Damm
Der Ragöser Damm vor Beginn der Nachsorgemaßnahmen
Standort: Oder-Havel-Wasserstraße km 71,89 (nordöstlich von Eberswalde)
Baujahr: 1908
Funktion: Unterführung der Ragöse unter dem Kanal im Zuge einer hohen Dammstrecke (27 m Höhenunterschied)
In Auswertung der Ursachen von Schadensfällen an Dämmen von Bundeswasserstraßen wurde durch das WSA Eberswalde u.a. die Überprüfung der Standsicherheit des an der Havel-Oder-Wasserstraße östlich von Eberswalde gelegenen Ragöser Dammes veranlasst. Der Ragöser Damm ist mit 28 m Höhe der größte Kanaldamm Europas. Es wurde festgestellt, dass bei großflächigem Versagen der Kanaldichtung der durchströmte Damm nicht standsicher bleibt. Um den Ragöser Damm dem heutigen Stand der Technik anzupassen, wurde es notwendig, sogenannte Nachsorgemaßnahmen durchzuführen.
Im Ergebnis umfangreicher Variantenuntersuchungen wurde von der Bundesanstalt für Wasserbau das bautechnische Nachsorgekonzept gemäß Abb. 1 vorgeschlagen und, nach entsprechender Bauvorbereitung, durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde (Sachbereich 4) ausgeführt.

Dammquerschnitt mit Nachsorgemaßnahme
Daten: |
|
| Einpressen von 1600 m Kernspundwand in Tiefen von 13 bis 20 m | ca. 31 T m² |
| Herstellen der Sickerschlitzen mit Drainageleitungen in Tiefen bis 8 m | 1030 m |
| Verlegen der Sammelleitungen | 1060 m |
| Herstellen von Kontrollschächten | 63 Stck. |
| Verlängerung des Durchlasses der Ragöse | 21 m |
| Ausgaben für Hauptleitungen | ca. 18 Mio DM |
| Baubeginn: | März 1997 |
| Fertigstellungstermin für Bauhauptleistungen | Dezember 1998 |
Zustand nach Fertigstellung des Neubaus der HOW
Einfädeln einer Spundbohle für die Kernspundwand
Silent-Piper im Einsatz
Sickerschlitz im Bau
Einschweben des HAMCO-Rohres
Zustand nach der Dammnachsorge
Historisches Auslaufbauwerk (Südseite)
Neues Auslaufbauwerk (Südseite)