Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde

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Inhalt: Die S-Bahnbrücke bei Hennigsdorf über die Havel-Oder-Wasserstraße

Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde die Wiederinbetriebnahme der 1961unterbrochenen S-Bahnstrecke von Berlin-Schönholz nach Hennigsdorf beschlossen.

Die Planungen für den Brückenschluss wurden im Auftrag der Deutschen Bahn AG, vertreten durch die Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit mbH (PB DE mbH) ausgeführt.

Beim Ersatzneubau der 1961 abgerissenen Brücke waren neben den Belangen der Bahn auch die Ausbauparameter der Wasserstraße zu berücksichtigen, das hieß die Aufweitung des Kanalquerschnittes und die Vergrößerung der lichten Durchfahrtshöhe waren einzuplanen.

Daraus ergab sich eine Kostenbeteiligung für das Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde (WSA).

Aus der Sicht des WSA stellte sich neben dem aufwendigen Abbruch der alten Caisson- bzw. Holzpfahlgründungen die Brückenmontage der vormontierten Konstruktion als der komplizierteste Abschnitt dar. Der Überbau wurde in drei Phasen innerhalb von 56 Stunden vom Vormontageplatz auf die Hilfspfeiler vor dem Hennigsdorfer Widerlager verschoben. In die Endlage wurde der Überbau zu einem späteren Zeitpunkt mittels Hydraulikwagen gebracht.

Schematische DarstellungEinschwimmen des Brückenkörpers

Endlage des Brückenüberbaus

Der Streckenabschnitt wurde am 15.12.1998 nach 37-jähriger Unterbrechung wieder in Betrieb genommen.

Das jetzt vorhandene Lichtraumprofil unter dem Kreuzungsbauwerk ermöglicht den späteren Ausbau der Wasserstraße, mit dem ökologisch günstigen Trapezprofil, ohne dass Änderungen an der 2-gleisigen Bahnüberführung vorgenommen werden müssen.

Daten:
Lichte Weite zwischen den Widerlagern 82,90 m
Lichte Höhe über der Wasserstraße 5,25 m  (+0,10 m Toleranz)
Stützweite 85,00 m
Breite des Überbaus 12,38 m
Achsabstand der Versteifungsträger 9,58 m
Bogenstich 14,40 m
Bauhöhe (UK Versteifungsträger-OK Schiene) 2,22 m
Gewicht des Stahlüberbaus 720 t
Bau- und Verwaltungskostenanteil für das WSA 6,6 Mio DM
Termine:
Baubeginn Oktober 1997
Fertigstellung des Bauwerkes Oktober 1998