Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde

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Inhalt: Das Schiffshebewerk Niederfinow

Tipp: Die Funktion des Schiffshebewerkes können Sie sich in einer kommentierten Computeranimation anschauen!

Das Schiffshebewerk vom Unterhafen aus

Oft wird die Frage gestellt, ob das Schiffshebewerk Niederfinow wohl das größte seiner Art sei oder gar das einzige. Nichts von dem trifft zu. Weltweit gibt es sicher einige Dutzendin Betrieb befindliche Schiffshebewerke. In Deutschland hat man sich in der Vergangenheit an 8 Standorten mit dem Bau von Vorrichtungen befasst, die wir heute unter dem Begriff "Schiffshebewerke" zusammenfassen. Zwei dieser Bauwerke sind heute nur noch als Mauerwerksreste bei den Orten Halsbrücke (von 1789 bis 1868 in Betrieb) und Großvoigtsberg (1791 fertiggestellt, Eröffnung nicht nachweisbar) in Sachsen zu sehen. Sie waren für Kähne von 8,50 m Länge, 1,60 m Breite und ca. 3 t Tragfähigkeit errichtet worden. Ein weiteres, das 1899 eröffnete und 1970 stillgelegte Schiffshebewerk Henrichenburg am Dortmund-Ems-Kanal, ist als restauriertes technisches Denkmal der Nachwelt erhalten geblieben. Ein viertes Bauwerk, das geplante Doppelhebewerk Hohenwarthe bei Magdeburg, ist infolge des 2. Weltkrieges unvollendet geblieben. Die anderen vier Schiffshebewerke werden derzeitig von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes betrieben. Es sind dies die Schiffshebewerke Niederfinow (1934 eröffnet), Rothensee bei Magdeburg (1938 eröffnet), Scharnebeck bei Lüneburg (1975 eröffnet) und Henrichenburg bei Waltrop (1962 eröffnet).

Das Schiffshebewerk Niederfinow, mit dem sich diese Veröffentlichung im weiteren ausschließlich befasst, ist also das älteste der heute in Deutschland "diensttuenden" Hebewerke. In der Zahl seiner jährlichen Besucher hält es aber unangefochten die Spitze. Warum ist das so? Fragt man Besucher, wie es ihnen gefallen hat oder warum sie wiederholt nach Niederfinow kommen, so lautet die Antwort oft, dass es "schön, interessant und beeindruckend" sei.

Sicher spielen viele Faktoren eine Rolle, wie die Größe des Bauwerks, seine Technik, die schöne Lage im Eberswalder Urstromtal zwischen Oderbruch und Barnim. Nicht zuletzt ist es aber die gelungene Übereinstimmung zwischen Technik und Landschaft, das Wechselspiel zwischen Mensch und Wasser. Man sieht dem Ein- und Ausfahren der Schiffe zu, der Fahrt des Troges, dem Öffnen der Tore, oder genießt einfach den schönen Anblick von der Besuchergalerie.

Die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost und das für sie vor Ort zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde werden in den nächsten Jahren in der Nähe des Schiffshebewerkes ein ständiges Informationszentrum einrichten.Dort werden sich dann die Besucher eingehend mit der Geschichte des Baus von Wasserstraßen zwischen Elbe und Oder, mit den Plänen zur Modernisierung dieser Wasserstraße und nicht zuletzt mit der Technik des Schiffshebewerkes vertraut machen können. Bis es soweit ist, soll der vorliegende Text in kurzer und verständlicher Form helfen, das Gesehene und Erlebte besser zu verstehen.


Die einzelnen Kapitel dieses Beitrags können Sie über die Menüleiste links direkt anwählen. Lesen Sie bitte auch unsere Informationen über das geplante neue Schiffshebewerk Niederfinow!