Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde

Hier gelangen Sie direkt zum Inhalt der Seite.

 

Hauptnavigation:


Inhalt: Stadtschleuse Eberswalde

Am 14.09.2001 wurde die Stadtschleuse wieder für den Verkehr freigegeben. Auf dieser Seite finden Sie eine zusammenfassende Information, interessante Daten über das Projekt und Bilder der Redner, der symbolischen Verkehrsfreigabe und der ersten Schleusung.

Tipp: Bilder von der Baumaßnahme finden Sie in unserem Bildarchiv "Grundinstandsetzung der Stadtschleuse Eberswalde".

Projekt

Denkmalgerechte Grundinstandsetzung der Schleuse Eberswalde und Vorhäfen am Finowkanal km 77,94

Veranlassung

Der Finowkanal ist die älteste noch in Betrieb befindliche künstlich angelegte Wasserstraße in Deutschland. Der erste Finowkanal wurde von 1605 – 1620 errichtet und im 30-jährigen Krieg zerstört. Im Zeitraum 1743 – 1746 erfolgte auf Verfügung Friedrich des Großen der Bau des jetzigen Finowkanals. Die insgesamt 38 m Höhenunterschied auf 34 km Länge wurden zunächst mittels 17 Staustufen überwunden.

Mit dem späteren Ausbau wurde die Anzahl der Staustufen auf 12 reduziert. Alle Staustufen wurden nahezu baugleich als doppelbreite Kesselschleusen mit versetzen Häuptern errichtet und konnten damit zwei Finowmaßlastkähne gleichzeitig schleusen. Die Staustufe Eberswalde erhielt im Jahr 1831 die erste und infolge des rasch wachsenden Verkehrs 1871 eine zweite Schleusenkammer.

Ende des 19. Jahrhunderts war die Kapazitätsgrenze des Finowkanals erreicht, so dass ab dem Jahr 1905 mit dem Bau des Großschifffahrtsweg Berlin-Stettin begonnen wurde. Mit der Inbetriebnahme dieser Wasserstraße im Jahre 1914 nahm die Bedeutung des Finowkanals ständig ab, so dass ab den 20er Jahren nur noch eine Schleusenkammer je Staustufe erforderlich war. In die zweite Schleuse Eberswalde wurde ein Wehr eingebaut. Mit dem Neubau der Wehranlage wurde diese Schleusenkammer 1959 später zugeschüttet.

Die vorhandene Schleusenkammer wurde zuletzt 1930 instandgesetzt. Nach fast 70 Betriebsjahren bestand erheblicher Sanierungsbedarf. Die Standsicherheit der Kammerwände war nach Aussage eines Gutachtens, bis zu einer Tiefe von 2,50 m unter der Geländeoberkante nicht mehr gegeben. Ohne eine umfangreiche Grundinstandsetzung hätte die Schleuse im Jahr 2000 für den Schiffsverkehr gesperrt werden müssen.

Die Finanzierung der Baumaßnahme „Grundinstandsetzung Schleuse Eberswalde“ erfolgt auf der Grundlage einer im Jahr 1998 geschlossenen Rahmenvereinbarung zwischen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) und dem Land Brandenburg. Gegenstand dieser Rahmenvereinbarung ist der Erhaltung der durchgängigen Schiffbarkeit des Finowkanals durch die Instandsetzung von Schleusen und Wehren sowie für Baggerungen in den Kanalhaltungen. Hierzu sollen über einen Zeitraum von 10 Jahren 41,5 Mio. DM aus Mitteln des Bundes und des Landes sowie der Europäischen Union investiert werden.

DieBauausgaben zur Grundinstandsetzung der Schleuse Eberswalde betragen rd. 4,4 Mio. DM und werden zu 70 % durch das Land Brandenburg und zu 30 % durch den Bund finanziert.

Die Schleuse Eberswalde ist die älteste Schleusenanlage am Finowkanal und Technisches Denkmal. Die Planung und Bauausführung der Grundinstandsetzung erfolgte daher weitgehend originalgetreu in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde des Landkreis Barnim. Während die maroden Kammerwände aus massivem Mauerwerk abgebrochen und neu errichtet werden mussten, wurden die beiden Schleusentore aus Stahl bzw. Holz im Zuge der Instandsetzung überarbeitet und wieder eingebaut.

Weiter wurden neue Einrichtungen zum Herausheben kleiner Sportboote errichtet und die gesamte Schleusenanlage an die heutigen gültigen Sicherheitsstandards angepasst.

Parlamentarischer Staatssekretär Hilsberg
Stephan Hilsberg,
parlamentarischer Staatssekretär
beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Präsident Pohlman
Präsident Pohlman,
Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost
Abteilungsleiter Mehlmann
Abteilungsleiter Mehlmann,
Ministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Brandenburg

Bürgermeister Schulz
Reinhard Schulz,
Bürgermeister der Stadt Eberswalde
Herr Kensey
Hr. Kensey,
Heinrich Hirdes GmbH
Landrat Ihrke Bodo Ihrke,
Landrat des Landkreises Barnim

Baudirektor Dietrich
Baudirektor Rolf Dietrich,
Amtsvorstand des Wasser- und Schifffahrtsamtes Eberswalde
Feierliches Durchschneiden des Bandes

Zuschauer an der neuen Schleuse
Ausfahrt aus der Schleuse
Anfahrt der Ehrengäste

Ausfahrt aus der Schleuse
Kormoran
Einweihungsfeier