Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde

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Inhalt: Sachbereiche 4 und 6

Stand 07.12.2007

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde zählt zu den großen Unterbehörden in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Der Zuständigkeitsbereich umfasst den Betrieb und die Unterhaltung von 659 km Bundeswasserstraßen und sonstigen Binnenwasserstraßen des Bundes in Nordostbrandenburg und Südmecklenburg-Vorpommern. Dazu gehören unter anderem auch folgende Bauwerke:

Der Wiederbeschaffungswert für diesen Bestand an Wasserstraßen, Anlagen und Fahrzeugen lässt sich, aufgrund des teilweise hohen Alters, nur schwer schätzen, dürfte aber weit über zwei Milliarden Euro liegen. Die ältesten Anlagen stammen noch aus dem 19. Jahrhundert. Dementsprechend groß ist der Ersatzinvestitionsbedarf für den Erhalt der Wasserstraßeninfrastruktur.

Die Technische Programmplanung des Wasser- und Schifffahrtsamtes Eberswalde weist langfristig über 150 indisponible Ersatzinvestitions- und Ausbauprojekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rd. 600 Mio Euro aus. Der geplante Neubau des Schiffshebewerkes Niederfinow Nord ist darin nicht enthalten und wird durch das Wasserstraßen-Neubauamt Berlin gesondert in den Bundeshaushalt eingestellt.

Die Investitionsprojekte des WSA Eberswalde beinhalten überwiegend planmäßige Ersatzneubauten für die o.g. Bauwerke und Anlagen, die Dienst- und Werkgebäude unserer sieben Außenbezirke und des Bauhofes Niederfinow sowie für den Bestand an Wasser- und Landfahrzeugen. Auch bei dem in Realisierung befindlichen Teilausbau der Havel-Oder-Wasserstraße geht die Projektinitiative von indisponiblen Ersatzinvestitionen aus.

Link zum Vollbild: Übersichtskarte zu Grundinstandsetzung und Teilausbau der Havel-Oder-Wasserstraße Link zum Vollbild: Projektbezogene Festlegung des Ausbauzieles

projektbezogene Festlegung des Ausbauzieles für
Ersatzinvestitionen an der Havel-Oder-Wasserstraße

Die Sachbereiche 4 und 6 im WSA Eberswalde sind verantwortlich für die Bauplanung, die Bauvorbereitung und die Baudurchführung der Ersatz- und Ausbauinvestitionen mit Schwerpunkt Grundinstandsetzung und Teilausbau der Havel-Oder-Wasserstraße. Als besondere Aufgabe wurde dem Sachbereich 4 zudem die Überprüfung und Fortschreibung des Stromregelungskonzeptes für die Grenzoder zugeordnet. Daneben nehmen aber auch die originär für den Betrieb und die Unterhaltung unserer Wasserstraßen, Anlagen und Fahrzeuge zuständigen Sachbereiche 2 und 5 umfangreiche Investitionsaufgaben wahr. Der Sachbereich 5 betreut alle Investitionen auf den Fachgebieten Schiffbau, Landfahrzeuge und Anlagenautomatisierung. Der Sachbereich 2 betreut alle Investitionen in Hochbauten und die überwiegende Anzahl von Ersatzinvestitionen für wasserbauliche Anlagen und Brückenanlagen an der Oberen-Havel- und der Müritz-Havel-Wasserstraße sowie an den Nebenwasserstraßen der Havel-Oder-Wasserstraße.

Leiter des WSA
BDir Dietrich
SB 1
RAm
Gritzka
SB 2
Baurätin
Jeske
SB 3
Bauoberrat
Dosch
SB 4
Dipl.-Ing.
Huth
SB 5
Dipl.-Ing.
Triebler
SB 6
Baurat
Sühl
Organisation
Innerer Dienst
Personal
Haushalt
Betrieb und Unterhaltung
Gewässerbett
Anlagen
Brücken
Bauwerke
Wasserstraßen-
überwachung
Schifffahrt
Gewässerkunde
Vermessung
Liegenschaften
Ausbau- und
Ersatz-
investitionen
HOW I
Schiffbau
Maschinenbau
Elektrotechnik
Nachrichtentechnik
Ausbau- und
Ersatz-
investitionen
HOW II

Tabelle: Innere Aufbauorganisation des WSA Eberswalde

Der Sachbereich 4 wurde bereits 1992 eingerichtet und hatte zunächst die Bau- und Genehmigungsplanungen für die Dammnachsorge und den Teilausbau der Havel-Oder-Wasserstraße zu bearbeiten. Schwerpunkte waren dabei die Grundinstandsetzung und der Teilausbau der Scheitelhaltung der HOW zwischen Marienwerder und Niederfinow sowie der Ausbau der Nordstrecke der Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße zur Anbindung des neuen Binnenhafens Schwedt/Oder für den Verkehr mit binnengängigen Seeschiffen zur Ostsee. Die ersten selbst realisierten Bauprojekte waren die Dammnachsorge für den Ragöser Damm und der Neubau der Ausweichstelle Eberswalde sowie der Neubau der Straßenbrücke Mäckersee. Mit dem weitgehenden Abschluss der Bau- und Genehmigungsplanungen wechselte der Bearbeitungsschwerpunkt von der Koordination und Steuerung konzeptioneller und öffentlich-rechtlicher Belange zur Wahrnehmung der bauaufsichtlichen Verantwortung, der Bauüberwachung und der vergaberechtskonformen Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung der Bauleistungen. Zur organisationssicheren Wahrnehmung dieser Aufgaben musste die Leitungsspanne in der Dienst- und Fachaufsicht des Investitionsbereiches verkürzt werden. Dazu wurde der Sachbereich 4 mit Wirkung vom 01.11.2002 in die Sachbereiche 4 und 6 aufgeteilt.

Gesamtausgaben 1991-2007

Link zum Vollbild: Realisierungstand zum Ausbau der HOW

Grafik: Bearbeitungsstand 10/2007 zum Ausbau der Scheitelhaltung der HOW

Zur Wahrnehmung der Aufgaben im Investitionsbereich beschäftigt das Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde z.Zt. 41 Mitarbeiter/-innen.

Neben den Aufgaben zur Wahrnehmung der bauaufsichtlichen Verantwortung (Eigenverantwortung der WSV in Fragen des Bauordnungswesens nach § 48 WaStrG) werden grundsätzlich alle Bauherrenaufgaben (z.B. Projektmanagement, Projektsteuerung, Vergabe/Abnahme von Aufträgen oder die Bereitstellung von Grundstücken) sowie Leistungen der Bauoberleitung und der örtlichen Bauüberwachung mit eigenem Personal erbracht. Leistungen zur Bearbeitung von Bauplanungs- und Ausschreibungsunterlagen werden dagegen überwiegend an Ingenieurbüros und freiberuflich Tätige vergeben.

Die Wahrnehmung von Fachaufgaben auf den Gebieten von Organisation und Haushalt, Vermessung und Liegenschaften, Strom- und Schifffahrtspolizei sowie Schiffbau, Maschinenbau und Elektrotechnik wurde in der verrichtungsorientiert tätigen Linienorganisation unserer Sachbereiche 1, 3 und 5 gebündelt, die dazu mit wenigen zusätzlichen Investitionsstellen verstärkt wurden. Die Sachbereiche 4 und 6 verfügen dagegen über eine linienorientierte Projektorganisation und betreuen ihre Projekte von der Grundlagenerhebung, über die Bau- und Genehmigungsplanung, die Bauvorbereitung und Baudurchführung bis zur Übergabe der Bauwerke in den Betrieb und die Unterhaltung. Beide Sachbereiche sind im Dienstgebäude Grabowstraße 1 untergebracht.

Baufachlicher Bearbeitungsschwerpunkt des Sachbereiches 4 ist die Dammnachsorge (einschließlich Ersatzneubau der Unterführungsbauwerke) und der Streckenausbau in der Scheitelhaltung der HOW. Herausragendes Projekt ist der Neubau einer Eisenbahnunterführung für die Bahnstrecke Berlin-Stralsund unter dem Oder-Havel-Kanal bei Eberswalde.
Im Sachbereich 6 liegt der baufachliche Schwerpunkt auf Projekten für den Ersatz von konstruktiven Ingenieurbauwerken (insbesondere Brücken) und wasserbaulichen Anlagen. Weiter betreut der Sachbereich 6 den Ausbau der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße. Beide Sachbereiche werden in den nächsten 10 – 20 Jahren ein Investitionsvolumen von jeweils rd. 250 Mio Euro umsetzen. Weitere 100 Mio Euro Investitionsvolumen verbleiben in der Verantwortung unserer Sachbereiche 2 und 5. Der Neubau des bereits planfestgestellten Schiffshebewerkes Niederfinow Nord erfolgt durch das Wasserstraßen-Neubauamt Berlin, welches darüber hinaus in Zukunft weitere Ersatzinvestitionen für die Anlagen im WSA Eberswalde übernehmen wird. Für die Durchführung ausgewählter Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen besteht eine Kooperationsvereinbarung mit der Bundesforstverwaltung.

Allein der Bedarf an planmäßigen Ersatzinvestitionen für die Infrastruktur des WSA Eberswalde erfordert den regelmäßigen Ersatz von durchschnittlich einer wasserbaulichen Anlage, zwei Brückenanlagen und zwei Wasserfahrzeugen pro Jahr. Die Investitionsaufgaben tragen daher nicht nur vorübergehenden Charakter. Durch die Integration der Projektorganisation in die ständige Aufbauorganisation für den Betrieb und die Unterhaltung wird der Personalaufwand für mittelbare Aufgaben in der Verwaltung und für verrichtungsorientiert wahrzunehmenden Fachaufgaben gering gehalten. Abstimmungsprozesse mit dem späteren Nutzer der Investitionen können ebenso effizient gestaltet werden, wie die Abstimmungen mit den zu beteiligenden Trägern öffentlicher Belange und den Betroffenen. Der Teilausbau der Havel-Oder-Wasserstraße muss unter Aufrechterhaltung des Verkehrs erfolgen und löst zahlreiche Ersatzinvestitionen (oder Rückbaumaßnahmen) Dritter aus, die aufgrund nutzungsvertraglich geregelter Folgepflichten in aller Regel durch die Betroffenen selbst finanziert und durchgeführt werden müssen.

Mit einem Gesamtumsatz von 38 Mio Euro an Bauausgaben für Investitionen und einem spezifischen Umsatz von 1,45 Mio Euro pro Ingenieur (beides im Jahr 2007) liegt die Investitionsstruktur des WSA Eberswalde im oberen Leistungsbereich der Investitionsorganisationen in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes.

Die Investitionsausgaben werden finanziert aus den Kapiteln 1203 und 1202 des Bundeshaushaltes sowie, in geringem Umfang und über Kostenbeteiligungen infolge kreuzungsrechtlicher Regelungen, auch durch Dritte.

Haushalt für Sachausgaben des WSA Eberswalde

Informationen zu den einzelnen Projekten finden Sie aktuell unter dem Link Presseinformationen bzw. unter dem Link Bildarchive.

Die nachstehenden Grafiken geben einen Überblick über die Fachqualifikation unseres Investitionspersonals.

Dienstpostenstruktur für das Investitionspersonal, nach Ausbildung

Dienstpostenstruktur für das Investitionspersonal, nach Fachrichtung