Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde

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Inhalt: Instandsetzungsmaßnahme an der Oder bei Reitwein

Die Oder ist im Bereich der Grenze zu Polen weitgehend mit Regelungsbauwerken in Form von Buhnen ausgebaut. Bei Reitwein (Od-km 604,6 - 605,5) wurde am deutschen Ufer eine Buhnengruppe infolge militärischer Übungen massiv geschädigt. Die hydraulische Wirksamkeit des Regelungssystems ist hier quasi nicht mehr gegeben, wodurch es zu Sedimentablagerungen im Bereich des Fahrwassers kommt. Aufgrund der Fehltiefen stellt dieser Bereich eine Schwachstelle für die gesamte Schifffahrt dar. Zudem besteht durch die fehlende Regelungsfunktion eine erhöhte Gefahr für Eisversetzungen und Eisstau.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde plant nun die Instandsetzung der Regelungsbauwerke. Von 2001 – 2006 wurden dazu von der Bundesanstalt für Wasserbau zahlreiche mögliche Varianten mit verschiedenen Modellen untersucht. Ziel ist es, die Regelungsfunktion und damit die ehemals vorhandenen Wassertiefen wieder herzustellen. Erreichbar ist dies entweder durch die Wiederherstellung der ehemals vorhandenen Buhnen oder die Errichtung eines gegliederten, hinterströmten Parallelwerkes.

Bei der Parallelwerksvariante handelt es sich um eine Modifikation der üblichen Regelungsbebauung mit dem Ziel, die ökologisch wertvollen Strukturen im Uferbereich möglichst weitgehend zu erhalten und somit dauerhaft zur Verbesserung der Strukturvielfalt beizutragen.

In einer in diesem Jahr beginnenden Umweltverträglichkeitsuntersuchung (UVU) werden die Auswirkungen beider Varianten auf die zu betrachtenden Schutzgüter untersucht. Über die Zulässigkeit der Maßnahme wird dann im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens entschieden.

Die Oder bei Reitwein